Photovoltaikanlagen

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Unterschied Solar vs. Photovoltaik

Die Solarthermie ist eine andere Möglichkeit, die Kraft der Sonne im Haus zu nutzen. Mit ihr erzeugst du Wärme. Sonnenkollektoren auf dem Dach erhitzen Wasser, das dann im Haus genutzt werden kann. Dieses Model lohnt sich aber nicht mehr. Die Kollektoren können auf den ersten Blick mit Photovoltaikmodulen verwechselt werden, funktionieren allerdings ganz anders. Dennoch kannst Du mit Deiner Photovoltaikanlage heizen. Das funktioniert zum Beispiel mit einer Wärmepumpe oder einem PV-Überschussheizstab, was sehr effektiv ist.

Unterschied Produkt- und Leistungsgarantie

Zum einen wird die Produkt- oder Materialgarantie darauf gegeben, dass keine Mängel am Modul auftreten. Zum anderen gibt es die Leistungsgarantie. Sie sichert dem Betreiber der PV-Anlage zu, dass die Module bis zum Ablauf der Garantiezeit eine bestimmte Leistung erbringen. Das ist daher wichtig, da Solarmodule mit der Zeit an Leistung verlieren. Das ist ein technisch bedingter „Abnutzungseffekt“. Dieser vermindert aber kann nicht vermieden werden. Eine Produktgarantie von zwölf Jahren und eine Leistungsgarantie von 25 Jahren in der dir 80% der Ursprungsleistung zugesichert werden, bekommst du bei den meisten Modulen.  

Gleichstrom zu Wechselstrom

Was Du wissen solltest ist, dass die Photovoltaikanlage Gleichstrom erzeugt. Im Haushalt brauchst Du allerdings Wechselstrom. Daher muss der gewonnene Strom umgewandelt werden. Das gelingt einem Wechselrichter, den Du zusätzlich zu Deiner Anlage brauchst. Es gibt auch Stromspeicher mit integriertem Wechselrichter, somit kann das zusätzliche Gerät gespart werden.

Kleinunternehmerregelung für Solaranlagen

Die Kleinunternehmerregelung kann genutzt werden, wenn keine Umsatzsteuer gezahlt werden möchte. Allerdings kann die gezahlte Mehrwertsteuer für die Planung, den Kauf und die Installation der PV-Anlage nicht vom Finanzamt zurückgeholt werden. Besonders wenn Du Solaranlage und Stromspeicher zusammen kaufst, kommt schon etwas zusammen. Der Aufwand für die Umsatzsteuer hält sich in Grenzen. Du musst einmal im Jahr eine Umsatzsteuererklärung abgeben, sowie in den ersten beiden Jahren monatlich eine Umsatzsteuer-Voranmeldung. Ohne etwas zurückerstatten zu müssen kannst Du nach sechs Jahren dann zum Kleinunternehmerstatus wechseln. Es wäre also Lohnenswert einen Steuerberater zu Rate zu ziehen.

Allgemeine Fragen

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Eine Photovoltaikanlage macht etwas völlig einfaches: Sie wandelt Sonnenlicht in Strom um. Wenn Licht auf die Halbleiteroberfläche trifft, lösen sich Elektronen aus dieser und erzeugen somit Strom. Durch die PV-Anlagen werden die herausgelösten Elektronen und die damit entstehende Spannung als Strom nutzbar gemacht. Übrigens hat den beschriebenen Effekt Albert Einstein als erster erklärt. Dafür hat er den Nobelpreis erhalten.

Was bringt die Photovoltaik wenn die Sonne nicht scheint?

Die Entwicklung von PV-Modulen ist sehr weit fortgeschritten. Die heutigen Module weisen ein hervorragendes Schwachlichtverhalten auf. Das bedeutet, dass sie auch dann viel Strom erzeugen können, wenn es regnet oder bewölkt ist. Lediglich nachts können die Module keinen Strom erzeugen.  

Wie viel Strom kann eine Photovoltaikanlage erzeugen?

Das hängt davon ab, wie lange bei Dir die Sonne scheint, wie viel Dachfläche Du zur Verfügung hast und in welche Himmelsrichtung Dein Dach ausgerichtet ist. Wir planen Deine Anlage und können Dir dann genau sagen, welchen Ertrag du erwarten kannst. In der Regel kannst Du aber genügend Strom selbst erzeugen, um dich problemlos zu versorgen. Im Schnitt erzeugt eine Photovoltaikanlage in Deutschland etwa 1.000 Kilowattstunden pro installiertem Kilowattpeak Leistung.  

Ist eine Photovoltaikanlage gut für die Umwelt?

Ja, das ist sie. Du vermeidest mit jeder Kilowattstunde Solarstrom, die du erzeugst, den Ausstoß von mehr als 600 Gramm CO2 durch andere Formen der Stromerzeugung. PV ist also echter Klimaschutz! Außerdem stößt die Solaranlage keine Schadstoffe aus, PV ist also gut für die Gesundheit. Es dauert etwa zwei Jahre, bis sich die Energie, die für den Bau einer Photovoltaikanlage gebraucht wird, wieder "eingespielt" hat. Am Ende ihrer sehr langen Lebenszeit können die PV-Module dann recyclet werden. Der eigene Solarstrom - das ist Klima- und Umweltschutz.

Was hält eine Photovoltaikanlage aus?

Die Solarmodule liegen ca. 30 Jahre oder länger auf dem Dach. Dabei sind sie Wind und Wetter ausgesetzt. Die Module sind so gebaut, dass sie Stürme, Schneefall und Hagel mit Körnern bis zu einem Durchmesser von ca. 2,5 Zentimetern unbeschadet überstehen sollten.

Muss eine Photovoltaikanlage gewartet werden?

Solarmodule müssen in der Regel nicht gewartet werden, solange sie ordnungsgemäß installiert wurden. Sie sind auf eine lange Lebenszeit ausgelegt. Es entsteht kaum Verschleiß, da sich keine Bauteile bewegen müssen, um Strom zu erzeugen. Jedes Jahr sollten die Erträge aufgeschrieben und mit denen zum Vorjahr vergleichen werden. Bei groben Abweichungen sollte nach der Anlage geschaut werden.

Wie hoch ist die Brandgefahr einer Photovoltaikanlage?

Der Brandschutz ist ein wichtiges Thema. Es tauchen immer wieder Geschichten über brennende PV-Anlagen oder ähnliches auf. Davon solltest du dich nicht beeinflussen lassen. Dabei handelt es sich um elektrische Anlagen, diese müssen ordnungsgemäß und sorgfältig installiert werden. Experten vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme sagen klar und deutlich: „Im Vergleich zu anderen technischen Anlagen stellen Photovoltaikanlagen kein besonders erhöhtes Brandrisiko dar.“. Anlagen und Elektrische Geräte gibt es schon länger und die Feuerwehr ist durch die weite Verbreitung der Photovoltaik längst gut geschult.

Was muss bei der Installation einer Solaranlage beachtet werden?

Für die Installation musst Du lediglich zu Hause sein. Die Photovoltaik-Anlage bringen unsere Installateure in ca. zwei Tagen auf Dein Dach. Sie montieren dazu eine Unterkonstruktion, also ein Montagegestell, auf dem die PV-Module parallel zum Dach angebracht werden. Wichtig zu wissen: Das Dach selbst wird bei der Montage nicht beschädigt oder in irgendeiner Form in seiner Funktion beeinträchtigt. Wir beschäftigen selbst Dachdecker und Elektriker und bieten alles aus einer Hand.

Einspeisevergütung

Was bedeutet Einspeisevergütung?

Der Gesetzgeber möchte die Erneuerbaren Energien fördern und damit auch die Photovoltaik. Dafür gibt es das Erneuerbare-Energien-Gesetz, welches kurz EEG genannt wird. Das EEG sorgt nicht nur vor, dass jeder, der Solarstrom erzeugt, diesen auch ins Netz einspeisen darf, sondern legt auch eine Einspeisevergütung fest. Jeder Betreiber einer Photovoltaikanlage bekommt einen Betrag pro Kilowattstunde an eingespeistem Solarstrom bezahlt. Die Einspeisevergütung wird 20 Jahre lang gezahlt. Damit bekommen Betreiber von PV-Anlagen Sicherheit in ihrer Planung. Da über die Jahre die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik deutlich gesunken ist, ist der Eigenverbrauch von Solarstrom heute die bessere Option. Allerdings muss ein Anteil immer eingespeist werden. Da ist es wiederum gut, dass es eine PV-Einspeisevergütung gibt.

Aktuelle Einspeisevergütungssätze

Je nachdem, wie viel Photovoltaik-Anlagen in den Monaten zuvor installiert wurden, wird die Einspeisevergütung nach dem EEG laufend angepasst. Die aktuellen Zahlen zur Photovoltaik veröffentlicht die Bundesnetzagentur, der alle neuen PV-Anlagen gemeldet werden müssen und gibt dann die Sätze für die Förderung bekannt. Aus dem Grund, dass in den letzten Monaten wieder mehr Photovoltaik installiert wurde wie in den Jahren zuvor, sinkt die Einspeisevergütung momentan monatlich. Für kleinere Anlagen bis 10 Kilowattpeak Leistung - das ist die übliche Größe für Privathäuser - sank die Einspeisevergütung im März 2020 erstmals unter 10 Cent pro Kilowattstunde. Seit dem 1. Dezember sind es gerade noch 8,72 Cent, Tendenz sinkend.

Einspeisevergütung 2020 für PV Anlagen bis 10 kWp Leistung

Das EEG soll Anreize dafür bieten, dass Photovoltaikanlagen günstiger werden. Daher sinkt die Einspeisevergütung für neu in Betrieb genommene PV-Anlagen kontinuierlich. Das ist die sogenannte Degression. Im Jahr 2000 betrug die Einspeisevergütung für Solarstrom an die 50 Cent pro Kilowattstunde, mittlerweile bekommen die Betreiber von PV-Anlagen weniger als 9 Cent. Und jeden Monat sinkt die Einspeisevergütung für Photovoltaik weiter. Ab dem 01. Januar 2021 bekommst du gerade noch 8,56 Cent für die Kilowattstunde.

Finanzierung

Rechnet sich eine PV-Anlage?

Der Preis für Photovoltaikanlagen ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Solarstrom ist mittlerweile zur günstigsten Form der Stromerzeugung geworden. Der Strompreis für private Haushalte ist stark gestiegen, und er wird vermutlich weiter steigen. Mit einer PV-Anlage erzeugst du, für wenige Cents pro Kilowattstunde, den Strom für dein Haus selbst. Daher musst du weniger teuren Strom einkaufen. Für den Strom, den du nicht selbst verbrauchen kannst, bekommst du eine Einspeisevergütung. Es lohnt sich allerdings möglichst viel Solarstrom selbst zu verbrauchen, da diese nicht mehr so hoch ist. Dabei hilft dir ein Stromspeicher.

Wie finanziere ich eine PV-Anlage?

Wer sich für eine Photovoltaik-Anlage mit einen Speicher entscheidet, muss eine entsprechende Investition eingehen. Eine Finanzierung bietet sich für diejenigen an, die dieses Geld gerade nicht zur Verfügung haben. Dafür gibt es sezielle Solarkredite, die einige Geldinstitute aufgelegt haben. Des Weiteren kannst Du über ein Programm der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite dafür erhalten.

Wird eine PV-Anlage staatlich gefördert?

Es gibt vom Staat verschiedene Förderprogramme zur Finanzierung Deiner Photovoltaik-Anlage und Deines Batteriespeichers. Diese helfen dir, deine PV-Anlage und deinen Stromspeicher zu finanzieren.

Muss ich Steuern auf meine Solaranlage bezahlen?

Wenn man sich eine PV-Anlage zulegt, bleibt einem das Thema Steuern nicht erspart. Wer mit einer Solaranlage Strom selbst erzeugt und ihn anderen liefert, muss grundsätzlich Umsatzsteuer bezahlen. Das gilt ebenfalls dann, wenn der Solarstrom in das Stromnetz eingespeist wird. Der Strom wird dann an den Netzbetreiber geliefert, der dafür bezahlt. Umsatzsteuer ist komischerweise auch für den selbst verbrauchten Strom zu zahlen. Auch hier fällt Einkommensteuer an. Die Einnahmen aus dem Stromverkauf sind bei der Einkommensteuererklärung als gewerbliche Einnahmen anzugeben. Dazu musst Du bei Deiner Gemeinde ein Gewerbe anmelden. Das sollte alles mit einem Steuerberater besprochen werden.

Gibt es eine Garantie auf PV-Anlagen?

Garantien, die über die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren hinausgehen, sind freiwillige Leistungen der Hersteller oder Inverkehrbringer der Anlagen.

Versicherung

Wie muss ich eine Solaranlage anmelden und versichern?

Beim Netzbetreiber muss Deine PV-Anlage angemeldet werden. Das ist dann auch das Unternehmen, das Dir Deine Einspeisevergütung auszahlt. Diese Meldung übernehmen wir. Du musst darüber hinaus sowohl die Solaranlage als auch den Stromspeicher bei der Bundesnetzagentur anmelden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online auf www.marktstammdatenregister.de. Dies muss bis einen Monat nach Inbetriebnahme geschehen.

Versicherung einer Solaranlage

In die Gebäudeversicherung sollten auf jeden Fall die PV-Anlage und der Speicher mit aufgenommen werden. Damit ist die Anlage gegen Schäden versichert, die durch Sturm und Hagel, Feuer sowie Überspannung oder Leitungswasser entstehen. Eine spezielle PV-Versicherung ist dann Nötig, wenn Du einen darüber hinausgehenden Schutz, etwa gegen Diebstahl oder Konstruktions- und Aufstellfehler, möchtest.